Home

DOKUMENTATION EINER PIONIERARBEIT

 

Guido Steger

Nestroystraße 15

2700 Wiener Neustadt

 

 

 

Von der Entstehung und vom Werden

der ersten Mineraliensammlervereine

im östlichen Bundesgebiet Österreichs,

insbesondere in WIEN

 

Viele Sammler wird es wohl interessieren, wie es zu dem großen Interesse für das Mineraliensammeln in unserem Bereich gekommen ist.

Darüber zu informieren fällt nicht schwer, wenn man selbst die ersten beiden MS-Vereine in Wien gegründet, organisiert , hochgebracht und indirekt die Gründung weiterer Vereine bewirkt hat.

Als naturverbundener Obmann der Alpenvereinssektion Wiener Neustadt ging ich daran, die ortsansässigen Sammler insgesamt zusammenzu-

bringen und zu fördern. Also versuchte ich, im Rahmen der örtlichen AV-Sektion eine Mineraliensammler-Runde zu etablieren zu fördern und investierte schon einiges aus der Vereinskasse dafür. Diese Initiative schien Erfolg zu haben – trafen wir Interessenten uns doch einige Male im Cafe Weninger in der Neunkirchnerstraße. Das Vorhaben misslang am Widerstand einer einzelnen Privatperson, die davon abriet.......Darüber war ich nicht sehr erfreut und zog mich zurück.

Dennoch entwickelte sich in der Folge aus diesem Personenkreis die VEREINIGUNG NIEDERÖSTERREICHISCHER MINERALIENSAMMLER mit dem Sitz in Wiener Neustadt.- Die Aktivitäten dieser VNM beschränkten sich allerdings hauptsächlich auf den Raum Wiener Neustadt - meine Vorstellungen von einem

Mineraliensammlerverein waren allerdings umfassender.

Ich ersuchte den „Westverein“ ( VMÖ mit dem Sitz in St. Johann in Tirol ), auch im östlichen Bundesgebiet tätig zu werden - ich erhielt eine Absage!

Im Wiener Bereich bestand zu dieser Zeit --1966 - eine Art „tabula rasa“ diesbezüglich. Wohl gab es schon die Mineralogische Gesellschaft des NHM in Wien, doch sie war primär wissenschaftlich ausgerichtet und trat nach außen hin mit breitenwirksamen Aktivitäten in der Werbung kaum in Erscheinung.

Mir war klar, dass eine Intensivierung in diesen Belangen vor allem in der Bundeshauptstadt erfolgen müsse. Ein in die breite Öffentlichkeit getragenes Sammlerwesen war mein Ziel, mit Führungen zu Fundstellen, Vortragsabenden, Fachgesprächen, Vereinsabenden, Kursen, Mineralienschauen mit und ohne Börsencharakter etc.

Da es also dem „Westverein“ VMÖ anscheinend zu aufwendig war, im Osten unseres Bundesgebietes tätig zu werden, ging ich daran, eigene Vorstellungen umzusetzen und wurde initiativ. Ich nannte den Beginn „Arbeitsgemeinschaft Ostösterreichischer Mineraliensammler“ - diese bestand de facto nur aus meiner Person - und führte erstmalig öffentlich publizierte Mineralienschauen ein, etwa in Neunkirchen, Wiener Neustadt, Steyr und Graz.

Diese Aktivitäten widerstrebten bestimmten Personen im Nahbereich.

Mein großes mineralogisches Interesse in Verbindung mit den damaligen Wiener Mineraliensammlern , wie Dipl.Ing. Kontrus, Dr. Siegmund und Dr.Thaler, veranlassten mich zu einer Mineralogischen Studienreise nach Brasilien unter Dr. Koholzer, 1968.

Obwohl ich damit in Vortragsabenden vielen Sammler aktuelles Wissen vermitteln

und das Interesse für die Mineralogie anzuheizen vermochte, entwickelte sich mancherorts ein Stachel menschlicher Eitelkeiten usw.

Diese meine Mobilität für auch ferne Mineralienszene fand allerdings in absehbarer Zeit viele Nachahmer, sogar im gesamten deutschen Sprachraum, wo ich als Sammler und Publizist meiner damaligen Brasilien-Kundfahrten vielleicht der erste war, der sich regelmäßig für dieses Mineraliendorado in Vorträgen bemühte und arbeitsaufwendig sich in unserem Bereich für die Verbreitung des Interesses für die Mineralogie und seiner Belange in der breiten Öffentlichkeit einsetzte.

Nun führte ich viele Einzelpersonen und Personengruppen zu diversen mir bekannten Fundstellen in nah und fern..- Diese Weitergabe von Fundstellenwissen und Bezugsquellen von Mineralien brachte mir alsbald die Missgunst mancher kommerziell interessierten „Sammler“ und späterer Händler ein.

Da ich also den künftigen Sammlerschwerpunkt klarerweise im bevölkerungsreichen Wien sah und aus bereits genannten Gründen heraus keine Veranlassung hatte, mich im Nahbereich weiter zu engagieren, rief ich einige meiner interessierten Aussteller zur

ARGE OÖM zusammen und machte klar, dass es notwenig sei, auch eine offizielle Interessensgemeinschaft mit gemeinsamen Exkursionen, Vorträgen, Mineralienschauen etc. - also einen Verein - zu gründen.

Als Proponent veranlasste ich die notwendigen Schritte. In jahrzehntelanger ehrenamtlicher Tätigkeit in der ÖAV-Sektion Wiener Neustadt hatte ich fundierte Kenntnisse des Vereinswesens und arbeitete demnach sachlich und fachlich korrekte Statuten aus.

Ich bezeichnete die angestrebte Sammlergemeinschaft als VEREIN OSTÖSTERREICHISCHER MINERALIENSAMMLER : Die Gründungsversammlung fand im Februar 1974 im Hotel Sommer am Matzleinsdorfer Platz statt.- Um bestimmten Vorstandspersonen in der VNM keinen Anlass zu weiteren Negativhaltungen zu geben, verzichtete ich darauf, selbst als Obmann zu fungieren und schlug einen Wiener - und vermeintlichen Freund - als Obmann vor.

Nun organisierte ich - beinahe im Alleingang und mit sehr viel persönlichem Einsatz - von Wiener Neustadt aus den Aufbau des Vereines und agierte aus zurückgezogener

Position als Motor - unter fallweiser Beteiligung der „Vereinsfunktionäre“.....

An vielen Orten zog ich Werbeveranstaltungen auf, wie etwa bei der Messeveranstaltung in Wiener Neustadt oder in der Polytechnischen Schule in Wiener Neustadt, wo ich als Lehrer tätig war, in Krems und anderorts,

natürlich in Wien, organisierte Mineralienschauen auch in St.Pölten und gab ein eigenes VOÖM-Mitteilungsblatt heraus.

Meine Aktivitäten riefen viel Missgunst auf den Plan, selbst seitens Personen, denen

ich sehr hilfreich gewesen war. Gezielte Provokationen und undiskutable Vorgangsweisen des stets von mir geförderten "Freundes" und von mir bei der Wahl des Vorstandes empfohlenen "Obmannes" Willhelm Niemetz bewirkten, mich – den VOÖM-Gründer, Aufbauer , der noch dazu die meisten Vereinsaktivitäten - natürlich „ehrenamtlich“ zu bewältigen hatte und den Verein gegen Aggressionen von außen verteidigte - aus dem eigenen Verein zu ekeln.......

 

 

Auszug aus einem VAM-Vortrag 1976 in Wien

 

   

VOÖM - Ausstellung / Messe in Wiener Neustadt 1974

 

 

Zuvor hatte ich meine intensiven VOÖM-Aktivitäten infolge der gegen mich gerichteten Machenschaften des wenig vereinsaktiven aber auf seine persönlichen kommerziellen und vielfach vereinsfremden Interessen bedachten „Obmannes“ – und nunmehrigen Händlers, der den Verein als Plattform für seine Geschäfte nutzte – begreiflicherweise eingestellt.

Zurückgezogen wollte ich mich nur mehr meinem privaten aber öffentlich zugänglichen Mineralogischen Museum Wiener Neustadt widmen . Nunmehr wurde auch diese ideelle Einrichtung vom genannten Obmann im Namen des VOÖM und von der VMN und bewusst in bezahlten Presse-Publikationen diskreditiert...

Als nun etliche meiner Sammlerkollegen ihrer Sorge Ausdruck gaben, nach meinem Abgang als VOÖM-Motor würden wohl die Aktivitäten für unsere interessante Freizeitbeschäftigung nachlassen und mich ermunterten, einen neuen Verein zu gründen, konnte ich mich trotz der bisherig gemachten negativen Erfahrungen diesem Wunsch nicht verschließen.

Also ging ich daran, mich nochmals dieser aufwendigen und mühevollen Tätigkeit zu unterziehen. Ich rechnete mit jenen vielen Mineralienfreunden, welche längst erkannt hatten, wer die meisten bisherigen Vereinsaktivitäten entfacht und auch durchgeführt hatte.- Ich organisierte nun den neuen Verein und nannte ihn - entsprechend unseren bevorzugten Fundgebieten : VEREIN ALPINER MINERALIENSAMMLER mit Sitz in Wien. - Echte und beherzte Mineralienfreunde stellten sich als Vorstandsmitglieder zur Verfügung, wie die Herrn Hille, Dipl.Ing. Sturmmair, Hintersteiner, Dipl.Ing. Pauler u.a.

Infolge des überaus tatkräftigen Bemühens und dem exzellenten Programm ( im ersten Vereinsjahr bis zu 140 Veranstaltungen !) schnellte die Mitgliederzahl rasant hoch. Jeden 3.Tag eine Veranstaltung, z.B. Vereinsabende, Führungen zu Fundstellen, Kursabende, Bestimmungsabende, Filmvorführungen, Diavorträge, Tourenbesprechungen,

Mineralienbesprechungen, gemeinsame Exkursionen in die Alpen, zu Bergwerken, Führungen in nah und fern und sogar nach Übersee.

Mineralienschauen mit und ohne Börsencharakter , Werbesendungen für Mineralogie im Fernsehen und Rundfunk etc., erstmaliges Auftreten bedeutender Mineralogen aus aller Welt an Vortragsabenden, spezielle Sonderschauen großer Museen zeigten ihre Schätze wie:“Mineralogische Kostbarkeiten aus dem Sächsischen Erzgebirge“ (Dresden), „Rumänische Mineralien“ (Baia Mare)“, „Alpinmineralien“ ( NHM Wien ), weiters „Gold“,

„Aus den Sammlungen unserer Mitglieder“ u.a.

Mineraloge Dr. Sturman vom Royal-Ontario Museum Toronto / Kanada kam sogar mit einem Segelboot über den Atlantik und hielt einen Vortrag.

Neue Aktivitäten wurden gesetzt, internationale Mineralienschauen eingeführt, etwa jene in der Schwendergasse und Angererstraße in Wien.

Die Mitgliederzahl wuchs rasch und ständig, immer mehr Mineralienfreunde suchten im VAM Betreuung, Anregung und Information. Mitgliederstand nach 3 Jahren 750 ! Einmalig in Österreich !

Was den Verein Alpiner Mineraliensammler auszeichnete , war die Tatsache, dass hier kein mehr oder minder „Einmann-Team“ am Werke war, sondern dass ich hier wirkliche und ideell eingestellte Mitarbeiter gefunden habe.

Großausstellungen ohne Börsencharakter waren uns ein besonderes Anliegen: Die Große Mineralienschau 1981 in Wiener Neustadt bildete wohl einen Höhepunkt unserer Aktivitäten. Innerhalb von 13 Tagen war ein Besucherandrang von über 10.000 Personen zu verzeichnen !

Ein Jahr danach veranstalteten wir eine weitere Lehrschau im großen Saal der ehem. Karmeliterkirche in Wiener Neustadt.

Rege Vortragstätigkeit entfaltete sich: Mineralogen wie Dr.Quellmalz/DDR, Mag. Gorduza/Rumänien, Dr.Weibel/ Schweiz, Dr.Sturman / Kanada, Dr.Meixner/ Salzburg, Dr.Paar/ Salzburg referierten erstmalig bei einem Mineraliensammlerverein in Wien, eben bei unserem VAM.

Das Fernsehen begann sich für unsere Veranstaltungen zu interessieren und brachte davon etliche Male Einblendungen in FS 1 und FS 2 , sogar zwei Kurzsendungen über das Mineraliensammeln und unseren VAM sowie drei Sendungen über das Mineralogische Museum Wiener Neustadt, Himmelbachgasse 2 .

Weitere Verbindungen mit bekannten Instituten wurden weltweit aufgenommen und gepflegt , etwa mit dem Mineralog.Institut der Harvard-Universität/USA, Mineralog . Institut Poona/ Indien, Royal-Ontario-Museum Toronto/ Kanada u. a.

Viele unserer Führungen zu Mineralfundstellen der näheren und weiteren Umgebung, zu alpinen Klüften und fernen Minerallagerstätten und Edelsteinminen eröffneten den Teilnehmern eine beachtliche Zahl von Fundmöglichkeiten. So machte der VAM durch Exkursionen und Publikationen bestimmte und mitunter praktisch unbekannte Spitzenfundplätze bekannt, wie den Zinggenstock oder den Pizzo Forno/Tessin. Fernexkursionen führten nach Jugoslawien, Rumänien, Russland, in die Schweiz und die DDR, sogar nach Marokko und Übersee: Brasilien.

Von Anbeginn an redigierte ich eine vereinseigene Zeitschrift, den „Mineraliensammler“, die in elf Heften vorliegt.

Im Soge dieser Pioniertätigkeiten durch immense Aktivitäten im Aufbau von Vereinen

entstand geradezu ein „Boom“ auf die „Steine“ und so rekrutierten sich in nachfolgenden Jahren andere Sammlervereine in Wien und Niederösterreich.

Aus dem Verein Alpiner Mineraliensammler gingen auch weitere Vereine hervor, wie der Mineraliensammlerverein Wienerwald ( ehem. Ortsgruppe Mödling im VAM) oder der Pinzgauer Mineraliensammlerverein Saalfelden ( ehem. Ortsgruppe Saalfelden in VAM).

Schließlich befanden sich meine treuen und tüchtigen Vorstandsmitglieder im VAM meist im bereits vorgerücktem Alter und nach jahrelanger aufopferungsvoller ehrenamtlicher Tätigkeit dachten sie – ich ebenso – daran, künftige Bemühungen um das Sammelwesen Jüngeren zu überlassen.

Es war aber weit und breit niemand auszumachen, der prädestiniert schien, mit derselben Courage und Energie meine Funktion zu übernehmen. Zudem veranlasste mich mein angeschlagener Gesundheitszustand, mich aus dem Vereinsgeschehen zurückzuziehen und mich mehr auf meine eigene Person zu besinnen.

Um den so prosperierenden Verein bei nicht adäquater Betreuung nicht zum Spielball fragwürdiger Interessen werden zu lassen, veranlasste ich schweren Herzens seine Auflösung.

Viele Mineraliensammlervereine, Institute, Firmen und Einzelpersonen partizipierten an den Möglichkeiten, die geschaffen wurden. So konnten wir direkt und indirekt Wegweiser, Inspirant und Helfer werden.

Wir haben uns bemüht – mit Pioniergeist, Einsatzwillen und Ideen. Und nicht zuletzt Tatkraft.

Zuletzt danke ich allen, die mir bei meiner Pionierarbeit in meinen Vereinen hilfreich zur Seite gestanden sind und all jenen, die sich weiterhin für die – echte - Verbreitung des Interesses für die Mineralogie und das Sammelwesen einsetzen.

 

 

 

 

EXKURSION und FÜHRUNGSTOUR Oktober 1981 nach RUMÄNIEN

 

Erste organisierte Busfahrt zu den Bergbau-Revieren von Maramures und zum GOLDMUSEUM von BRAD

Exkursionsleiter : Guido Steger

Mineralogische Führung : Mag. Viktor Gorduza / Baia Mare

Infolge unserer langjährigen guten Beziehungen zu den maßgebenden Wissenschaftlern Rumäniens konnte diese Fahrt organisiert und durchgeführt werden . Sie war eindrucksvoll und erfolgreich.

Insbesondere der - erstmals erlaubte – Besuch des grandiosen GOLDMUSEUMS BRAD mit seinen

1200 Goldstufen war außerordentlich instruktiv.

Fahrtroute: Wiener Neustadt – Baia Mare ( Mineralogisches Museum) – Baia Sprie (Antimonbergwerk) – Cavnic (Bergbau auf Baryt, Sphalerit, Rhodochrosit,Quarz, Amethyst) – Klausenburg – Deva – Brad (Siebenbürgen) - Baia de Aries (Veröspatak, alter Goldbergbau)

 

 

GROSSE MINERALIENAUSSTELLUNG 1981 in WIENER NEUSTADT

 

Die vom Verein Alpiner Mineraliensammler und dem Kulturamt der Stadt Wiener Neustadt in

St. Peter a.d.Sperr veranstaltete große Mineralienschau hat die Grenze des 10.000sten Besuchers überschritten. Sie war die bedeutendste und attraktivste Mineralienschau ohne Börsencharakter,

die jemals in Österreich von einem Verein präsentiert wurde. Sogar das Staatliche Mineralogische Museum Dresden war in einer Sonderschau vertreten und zeigte Mineralogische Kostbarkeiten

von Weltruf. Erstmals war es möglich, diese Sonderschau im westlichen Ausland zu präsentieren.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 19. Juni 1981 konnte Stadtrat Angst den Botschaftsrat der DDR, Bernhard, den Kustos des Mineralogischen Museums Dresden, Dr. Quellmalz, den Propst vom Stift Herzogenburg , Mag. Fürnsinn , Bürgermeister Barwitzius mit den Mitgliedern des Stadtsenates, Abg. z. Nationalrat Dr. Stippel , Bezirkshauptmann Oberregierungsrat Mag. Marady und viele Vertreter von Behörden ,Wirtschaft , Schulen und Bundesheer begrüßen.

Obmann Guido Steger vom Verein Alpiner Mineraliensammler gab einen Überblick über diese Ausstellung und dankte allen Stellen, die zum Gelingen dieser großen Schau beigetragen haben.

Botschaftsrat Bernhard betonte die gute kulturelle Zusammenarbeit zwischen der DDR und Österreich und teilte mit, das die mineralogischen Kostbarkeiten aus dem Sächsischen Erzgebirge zum erstenmal in einem westlichen Land gezeigt werden.

Bürgermeister Barwitzius dankte für die Gestaltung dieser großen Veranstaltung.

Der Kustos der Mineralogischen Sammlungen zu Dresden, Mineraloge und Vizedirektor des Staatlichen Museums Dr.W. Quellmalz , war während der gesamten Ausstellungszeit anwesend. Er gilt als hervorragender Fachmann und ist zweifellos einer der besten Vortragenden des gesamten deutschen Sprachraumes, wie auch seine beiden ausgezeichneten Lichtbildervorträge über mineralogische Kostbarkeiten aus dem Sächsischen Erzgebirge unterstrichen.

Der Besucherstrom war gewaltig. In nur 13 Tagen fanden sich über 10.000 Interessierte ein.

( Aus dem Amtsblatt der Statutarstadt Wiener Neustadt, Juli und August 1981)

 

Übersicht:

  • Spezialausstellung „ Mineralogische Kostbarkeiten aus dem Sächsichen Erzgebirge“ Exponate aus dem Staatl.Mineralog.Museum Dresden
  • Spezialausstellung Alpine Mineralien
  • Mineraliensystematik
  • Kriastallsysteme
  • Mineralogischer Lehrpfad
  • Exponate aus privaten Sammlungen
  • Exponate aus privaten Museen
  • Exponate aus dem Mineralogischen Museum Wiener Neustadt
  • Bearbeitete Minerale
  • Schleiferecke
  • UV-Minerale
  • Verwendung der Minerale
  • Weltberühmte Mineralfundstellen
  • Fossilienschau
  • Fachbuchausstellung
  • Zubehör
  • Filmvorführungen – Vorträge - Informationsstand

Die berühmten SilberStufen „Korkenzieher“ – 30 cm hoch (!) – und „ Baldaufs Silberstufe“ bildeten Glanzpunkte der Exponate. - Allseits Bewunderung erregten Edeltopase vom „Schneckenstein“, Achate, Wismut-Stufen , Kassiterit-Großkristalle und Fluorite . Als weiterer mineralogischer „Leckerbissen“ erregten die prachtvollen violetten Apatit-Stufen aus Ehrenfriedersdorf allseits große Bewunderung.

Minerale aus der näheren und weiteren Umgebung. Pracht-Stufen aus aller Welt, Edelsteine von ungewöhnlicher Schönheit – Smaragde, Turmaline, Topase, Aquamarine etwa – sowie eine systematische Aufgliederung der Mineralien-Spezies waren eine Augenweide.

Geschliffene Edelsteine waren ebenso vertreten wie kunstvoll zu Gegenständen verarbeitete Schmucksteine.

Am Beispiel typischer Minerale wurden Fundstätten aus aller Welt vorgestellt und im Text charakterisiert. Besonders hervorzuheben ist der Lehrpfad , der Grundbegriffe aus der Mineralogie in gut überschaubarer und verständlicher Weise vermittelte und darüber hinaus die Verwendung der Minerale und Bedeutung für die Wirtschaft herausstellte.

 

Die geschmackvoll und übersichtliche Präsentation der nach ästhetischen Gesichtspunkten getroffenen Auswahl der Exponate und die große Zahl der ausgestellten Mineralien fanden allseits viel Anerkennung.

Die Veranstaltung war im Fernsehen angekündigt worden und verlief überaus erfolgreich. Dank dem Engagement beherzt tätiger ehrenamtlicher Vereinsfunktionäre und der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der Leitung des Kulturamtes Wiener Neustadt konnte diese Fachausstellung erlesener Kostbarkeiten organisiert und durchgeführt werden

 


VAM-Sonderschau 1981 in Wiener Neustadt
Baldauf-Silberstufe und der "Korkenzieher"

Dr. W. Quellmalz
staatl. Mineralog. Mus. Dresden
Baldauf-Silberstufe
VAM Sonderschau 1981

 


Große Mineralienausstellung 1981
in Wiener Neustadt, Teilansicht
 

 

Eine Broschüre dieser Großen Mineralienausstellung 1981 war erhältlich.

 

 

 

 

 

Die WIENER MINERALIENTAGE 82

 

fanden am 20. / 21. März im Haus der Begegnung im 15. Wiener Gemeindebezirk statt.- Gemeinsam mit den GROSSEN WIENER MINERALIENSCHAUEN sind die WIENER MINERALIENTAGE die attraktivsten und größten Mineralienschauen Wiens.

Unsere erste diesjährige Großveranstaltung war durch eine große SONDERSCHAU des MINERALOGISCHEN MUSEUMS aus BAIA MARE/RUMÄNIEN gekennzeichnet: In 5 vereinseigenen Vitrinen wurden 52 prächtige Exponate der weltbekannten Erzlagerstätten von Baia Sprie, Herja, Cavnic und Baiut präsentiert.

Diese Schau stand unter dem Ehrenschutz des Rumänischen Botschafters, S.E. Dipl. Ing. Oktavian Groza, der persönlich anwesend war und gemeinsam mit dem Kulturstadtrat von Wien, Prof. Dr. Helmut Zilk, die Eröffnung vornahm. Eine Folklore-Gruppe führte rumänische Volkstänze vor.

Der Obmann durfte eine Reihe hochgestellter Persönlichkeiten begrüßen. Auch die Museumsleitung des Kreismuseums Maramures war durch Direktor Prof. Valeriu Achim und Museologe Magister Viktor Gorduza vertreten.

Ing. August Ograjensek zeigte an beiden Ausstellungstagen im vollbesetzten kleinen Saal im 1.Stock den Film „Minerale aus Rumänien“.

Die vielen Besucher waren von der hohen Qualität des Ausstellungsgutes beeindruckt und es wird weiterhin das Bestreben der Vereinsleitung sein,das hohe Niveau dieser traditionellen großen Wiener Mineraliensammler-Großveranstaltungen des VAM zu halten – auch wenn dies mit weiterem hohen finanziellen Aufwand verbunden sein sollte.

Aus „DIE EISENBLÜTE“, der Fachzeitschrift für österreichische Mineraliensammler

1982 / Nummer 6

 

Wiener Mineralientage 1976
H.d.B., Schwendergasse


Eröffnung "Sonderschau Rumänien" 1982

Ing. Ograjensek, Dr. H. Zilk, Rumänischer Botschafter

  


"Sonderschau Rumänien" 1982
Teilansicht

Große Wiener Mineralienschau 1982
Museumsdirektion Baia Mare, Rumänien
mit VAM Obmännern

 

PS: Diese Pionierarbeit des VAM im Zustandebringen dieser ersten Rumänien-Schau im „kapitalist.Ausland“ kam in späterer Folge Institutionen zugute , wie Naturhistorisches Museum Wien, Heimatmuseum Bramberg, Ausstellung in Berchtesgaden, Museum Freiberg /Sachsen....

MINERALOGISCHE EXKURSION des VAM ins SÄCHSISCHE ERZGEBIRGE Ostern 82

Um es gleich vorwegzunehmen - es war dies eine der gelungensten Exkursionen, die unser Verein je organisiert hat.

Die 13 Teilnehmer waren bestens betreut und konnten infolge der Fülle des Gebotenen eine Menge bleibender Eindrücke mit nach Hause nehmen – nicht nur DDR-Minerale !

Die bis in Einzelheiten geplante und vorbereitete Tour hatte den besonderen Vorzug, von den Wissenschaftlern Dr. Quellmalz, Dr. Hofmann, Direktor Dr. Prescher und Dr. Arnold fachlich betreut zu werden. Zudem führte Dr. Quellmalz persönlich in einer zweitägigen, überaus instruktiven Autobusfahrt zu nahezu allen BERGWERKENund FUNDSTELLEN des östlichen und westlichen Erzgebirges , brachte die Teilnehmer zu FÜNDIGEN PLÄTZEN wie Zinnwald, Wiesenbad, Schlottwitz, Altenberg, Topasfelsen Schneckenstein und erläuterte unermüdlich , was historisch, geologisch, mineralogisch und bergbautechnisch wissenswert war.

Die Werksmuseen, Bergwerke, Schaubergwerke, staatlichen großen Museen in FREIBERG und in DRESDEN sowie das „Grüne Gewölbe“ – diese Prachtsammlung verarbeiteter Schmuck- und Edelsteine – gaben einen weiteren umfassenden Überblick über „Sachsen und seine mineralogischen Kostbarkeiten“

Die Exkursionsteilnehmer konnten nicht nur EIGENFUNDE ( Achat Amethyst, Topas ) mit nach Hause nehmen sondern durften auch diverse sächsische Minerale käuflich und offiziell erwerben , wie etwa den Neufund Krokoit von Altenberg im Erzgebirge.

 


VAM-Vereinsexkursion 1982 nach Sachsen
Topas-Suche am "Schneckenstein"

VAM-Vereinsexkursion 1982 nach Sachsen  

 

 

 

Aus „ DIE EISENBLÜTE“ , der Fachzeitschrift für österreichische Mineraliensammler

1982 / Nummer 6

 

 


 


VAM-Vereinsvorstand 1977
v.l.n.r.
Mag. KUCERA, DITTENBACH, HINTERSTEINER, Obm. STEGER,
Obm.Stv. DI STURMMAIR, WEBER, ROTH
Foto: Obm.Stv. HILLE

  


Smaragdsuche mit zwei Schulklassen
am Sedl, Habachtal 1980

VAM-Sonderschau 1985
"Gold"
Teilansicht